Leistungen




Alle Verfahren der modernen Zahnheilkunde können wir Ihnen anbieten. Der aufgeführte
Katalog stellt in Kurzform eine Auswahl der Hauptleistungen vor. Wir beraten Sie jederzeit
individuell und gehen auf Ihre Probleme und Wünsche ein.

Parodontalbehandlung

Parodontitis ist häufige Ursache für Zahnverlust, bei allen über 40-Jährigen sogar die häufigste. Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates. Charakteristisch für die Parodontitis ist ihr schleichender Verlauf, so dass sie erst sehr spät vom Erkrankten erkannt wird. Hier liegt die besondere Verantwortung des behandelnden Zahnarztes, der auf die große Gefahr hinweisen und entsprechende Behandlungsmaßnahmen einleiten muss. Parodontitis ist keine Erkrankung des Zahnes, sondern des umgebenden und den Zahn haltenden Gewebes (Kieferknochen, bindegewebige Haltefasern, Zahnfleisch). Meistens handelt es sich um eine langsam fortschreitende Krankheit (chronische Parodontitis). Aber es gibt auch eine selten auftretende aggressive Form, die sich sehr rasch entwickelt, vor allem bei Jugendlichen.

Erste Erkennungszeichen einer Parodontitis sind:
Hartnäckige Zahnbeläge
Rötung und Schwellung des Zahnfleischrandes
Blutungsneigung des Zahnfleisches
Unangenehmer Geschmack im Mund und Mundgeruch

Weitere Charakteristika, wie Taschenbildung und Knochenabbau erkennt meistens erst der behandelnde Zahnarzt. Seit kurzer Zeit wird von den Krankenkassen das Ausmessen der Tiefe der Zahnfleischtaschen alle zwei Jahre erstattet. Ab einem bestimmten Schweregrad (Code 3 und 4) wird auch die anschließende Parodontal-Behandlung erstattet, die in mehreren Phasen abläuft:
Unterweisung in einer wirkungsvollen Mundhygiene, mit speziellen Bürstchen auch für die Zahnzwischenräume.
Aufklärung über Risikofaktoren (Rauchen, Diabetes, u.a.)
Beseitigung aller Zahnbeläge und des Zahnsteines
Reinigung der Zahnfleischtaschen unter lokaler Betäubung
Reinigung und Glättung der Zahnwurzeloberflächen
Wiederholte Spülung mit Chlorhexidin-haltigen Lösungen, Unterweisung in häuslicher Fortführung
In schweren Fällen antibiotische Behandlung nach Bestimmung der individuellen Bakterienflora

Der dauerhafte Erfolg einer Parodontitis-Behandlung lässt sich nur über eine Nachsorge durch den behandelnden Zahnarzt sicherstellen. Empfohlen werden je nach Schweregrad zwei bis vier Kontrolltermine pro Jahr. Zur Vermeidung eines Wiederaufflammens der Entzündung bzw. des Fortschreitens der Erkrankung ist außerdem eine nicht nachlassende häusliche Mundhygiene erforderlich.

Nicht bewusst ist vielen Patienten, dass Parodontitis auch Implantate in gleichem Maß gefährdet wie natürliche Zähne. Denn Folge einer chronischen Parodontitis ist letztlich ein Abbau des den Zahn oder das Implantat haltenden Knochens.

Parodontal-Behandlung schützt auch vor Erkrankungen anderer Organe wie Herz und Lunge. Wissenschaftliche Studien belegen, dass unbehandelte Parodontitis häufiger zu Herzinfarkten, Lungenentzündungen, Fehlgeburten und anderen Krankheiten führen kann.